Challenge Rimini

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In den letzten Wochen sammelte ich viele qualitativ hochwertige Kilometer auf dem Wattbike und im Hallenbad sowie einige wenige auf dem Laufband – der deutsche Frühling ließ auf sich warten! Immerhin gabs eine sehr schöne, umfangreiche sowie intensive Trainingswoche auf Zypern mit den Asics-Frontrunnern – Zypern ist traumhaft – ideal für Triathlontraining 🙂 für 2018 fest in Planung 🙂

Heute stand, als Auftakt zum nächsten – alljährlichen – Trainingslager in Cesenatico, die Challenge Rimini auf dem Plan – Triathlon-Saison-Einstieg 2017! 2016 konnte ich dort mit dem 3ten Platz in mein erste Profi-Jahr starten und somit mischten sich zur Aufregung und dem bekannten flauen Gefühl im Magen auch die schöne Erinnerungen aus 2016! 🙂

Auf Zypern und auch die letzten 3 Tage hier in Cesenatico hatte ich das open-water-schwimmen fleißig geübt, aber mir scheint, ich habe noch viel Potential :-)! Schon beim Reinlaufen ins sehr wellige / lebendige Meer verlor ich den Anschluss zur Gruppe (Trainingsziel für die nächsten 14 Tage – möglichst schnell über die Brandung kommen :-)) … naja, so paddelte ich alleine durch die Wellen und versuchte meine Wellenkünste (die ich zu 100% nicht habe) auszuspielen – als ich nach dem Rennen von anderen Athleten erfuhr, dass sie sich sogar übergeben mussten auf Grund des Seegangs und ich meine Schwimmzeit von 31:39 sah (über 4 Minuten zu 2016 verbessert 🙂 über die von meiner XT920 gemessen 2000m) war ich wieder zufrieden mit mir! 🙂

Dennoch kam ich nur als 11te Profi-Dame aus dem Wasser – also rauf aufs Bike und den Hügel hoch (770 HM von insgesamt 900 HM auf den ersten 48 km)! Bergab versuchte ich, den Schaden möglichst klein zu halten und in keines der verdammt tiefen und tückischen Schlaglöcher zu fallen! Hinzu kam noch ein lustiger Wind und eine eher einsame Fahrt gegen mich und meine Wattwerte! Da mir noch ein wenig die Outdoor-Kilometer im diesem Jahr fehlen, war meine Radzeit auch 3 Minuten langsamer wie 2016 – womit ich aber nicht unzufrieden bin! 🙂 In T2 wurde es mir dann bewusst „laufen“ – bis zu diesem Punkt hatte ich das gut verdrängt! Meine Laufform hat mich in diesem Jahr, bis dato noch nicht so überzeugt und mein Oberschenkel ist auch sehr launisch … ich war so mit mir und dem „nun-Laufen“ beschäftigt, dass ich meine Gels in der T2 liegen ließ! Egal, es gab kein zurück mehr 🙂 und es ging gut und schmerzfrei – auf einer flachen 5 km Wenderunde (sehr kurvig, eckig aber auch kurzweilig) spulte ich km für km in 3:48-3:59 ab – je nach Windböen und Leute auf der Straße (mit der Zeit wurde es ziemlich  voll auf der Strecke) und kämpfte mich mit einer 1:20 auf Platz 7 vor! Ich war sehr glücklich im Ziel und als ich sah, dass ich sogar 30sec flotter wie 2016 war,  steigerte sich mein Grinsen noch 🙂  … auch wenn es heute nur für Platz 7 reichte… aber die Konkurrenz war sehr stark (großen Respekt an die Damen)!

Im Hotel wollte ich die Ergebnisse nochmals ansehen. Voller Entsetzten fand ich vor meinem Namen ein „sq“… „disqualifiziert“ … WARUM?? ich weiß es nicht, ich bin mir keiner Schuld bewusst – Windschatten fahren war nicht – so alleine wie unterwegs war, ich warf keinen Müll weg, kürzte nicht ab, hatte meinen Rennanzug mit Ärmel unter dem Neo nicht vollständig an … keine Ahnung … bin aber an der Aufklärung dran! ok, mit Platz 7 geht es weder um Punkte noch um Geld und ich persönlich bin mit meiner Leistung zufrieden, dennoch würde ich gerne wissen warum!

Wie dem auch sei – morgen wird das dolce vita in bella Italia genoßen und dann freu ich mich auf 10 Tage Trainingslager mit viel Sonne, Höhenmeter und schönen Kilometern!

Nachtrag bzgl. meiner Disqualifikation: angeblich hätte ich „Hilfe von außen“ angekommen – es konnte mir aber bis dato keiner sagen, wo und wie und wann!? und ich weiß es auch nicht … anyway … genug geärgert – nun wird die Sonne in Italien genoßen und nach vorne geblickt! 🙂